Deutscher Alpenverein Sektion Frankenland

Aktuelles


Hauptversammlung der Sektion Frankenland des DAV am Freitag, 24. Februar 2017

Wittmann bei den Vorstandsmitgliedern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und bei all denen, die sich wieder in den Dienst der Sektion gestellt haben.
Für das Bergsteigerjahr 2017 wünschte er Gesundheit und viel Erfolg bei der Ausführung sämtlicher Vorhaben.

Dann gab der 2. Vorsitzende und Naturschutzreferent Robert Wesler seinen Jahresbericht zu

Natur und Umwelt.
„Auch das vergangene Jahr 2016 war wieder mit vielen Themen und Problemen vollgepackt.

- Der DAV als Naturschutzverband war bei zahlreichen Anhörungsverfahren in
Deutschland und in Österreich beteiligt. Allein in Bayern verfasste der DAV
über 40 Stellungnahmen zu Aktivitäten in den Schutzgebieten.

- Erfreulich durch die Deutsche Bundesbahn wurde ein Regio-Ticket für das
Werdenfelser Land eingerichtet. Das Tagesticket kostet 19,-- EURO und für jede
weitere Person 4,-- EURO.

- Auch im Jahre 2016 wurde das Programm „Aktion Schutzwald“ neu aktualisiert.
Hier können sich insbesondere freiwillige Helfer einbringen.

- Im Mai organisierte die Sektion Oberland eine mehrtägige Tagung für Natur-
schutzreferenten am Spitzingsee. Die Themen waren: Was machen Skigebiete
ohne Schnee und wie lenken bzw. meistern Hütten und Naherholungsgebiete
den Besucherdruck der wachsenden Großstädte und des Umlandes.
Anhand von verschiedenen Exkursionen und an praktischen Beispielen (wie
Sudelfeld) wurde die Problematik der Themen dargestellt. Mit anschließender
Diskussion wurde nach Lösungen bzw. nach Vermeidung gesucht.

- Anfang Juli reichten die Skigebietsbetreiber des Pitztaler Gletschers und Sölden
den skitechnischen Zusammenschluss Pitztal-Ötztal ein. Eine der Kernfragen, die
sich zu stellen ist – ist es ein Zusammenschluss oder ein neues Skigebiet.
Die Veränderung in den beiden Skigebieten wäre immens. Drei neue Gondel-
bahnen sollen den Mittelbergferner, Karlesferner und Hangender Ferner miteinan-
der verbinden. Gleichzeitig soll am Mittelbergferner ein gastronomisches Zentrum
erstellt werden. Dies würde massive Eingriffe in die Gletscherwelt der Pitz- und
Ötztaler Alpen bedeuten. Durch diese Eingriffe würde dem Massentourismus
Tür und Tor geöffnet werden.

- Auch das leidliche Thema Riedberger Horn ist noch nicht vom Tisch. Die
Naturschutzverbände fordern nochmals von der Bayer. Staatsregierung „Opfern
Sie nicht den Alpenplan“.
Interessant ist aber die Tatsache, dass sich die beiden Orte Obermaiselstein und
Balderschwang bei einer Bürgerumfrage für das Skigebiet mit 68 bzw. 85 %
ausgesprochen haben.

- Einen weiteren Rückschlag mussten der ÖAV und DAV hinnehmen: Die Tiroler
Landesregierung hat den Bau des Speicherkraftwerkes in Kühtai genehmigt.
DAV, ÖAV und der Umweltdachverband haben gemeinsam Beschwerde gegen
die Genehmigung des Pumpspeicherkraftwerkes eingelegt.

- Vom 14. – 16. Oktober fand die Naturschutztagung in Grassau im Chiemgau
statt. Dies ist traditionell die wichtigste Zusammenkunft der Naturschutzreferen-
ten des DAV. Das diesjährige Motto lautete: Berge, Umwelt und Zukunft.
Diese drei Begriffe decken die ganze Problematik unseres Bergsports ab.

- Nach der Eröffnung durch den DAV-Vizepräsidenten Rudi Erlacher erfolgten die
Grußworte von verschiedenen örtlichen Persönlichkeiten.

- Mit einem sehr interessanten Impulsreferat mit dem Thema „Naturtourismus in
den Alpen“ durch Prof. Dr. Huber Job mit anschließender Podiumsdiskussion
endete der Freitagabend.
Der Samstagvormittag war ausgefüllt mit verschiedenen Fachvorträgen.

- Am Nachmittag wurden 4 Arbeitskreise mit folgenden Themen installiert:

1. Klimaschutz – Bedeutung und Umsetzung im Bergsport

2. Bergsport und Umwelt

3. Bergsteigerdörfer – touristische Alternative in den Alpen

4. Bildungskonzeption des DAV – Bildung für und durch den Bergsport in den
Sektionen und Bundesverband.

Im Anschluss wurden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen vorgestellt
und diskutiert.

Am Sonntag wurden noch verschiedene Exkursionen in der Umgebung von
Grassau durchgeführt.

Alles in allem war es wieder ein interessantes und abwechslungsreiches
Wochenende.

Zum Jahresschluss noch etwas Erfreuliches: Die Kommission Klettern und
Naturschutz feierte ihr 25-jähriges Bestehen. Damals 1991 stand man am
Scheideweg im Felsklettern. Viele Gemeinden bzw. Behörden wollten die
Zugangswege und Felsen für Kletterer sperren. Durch eine maßvolle Konzeption
und partnerschaftliche Zusammenarbeit wurde dies verhindert.
Herzlichen Glückwunsch für 25 Jahre erfolgreichen Einsatz für die Kletterge-
biete in Deutschland. Die Kletterer und die Natur danken es euch.“

Robert Wesler wünschte allen für die kommende Berg- und Wandersaison schöne erlebnisreiche und vor allem unfallfreie Tage.

Anschließend brachte er einen Überblick über die 2016 durchgeführten Touren und Unternehmungen.

So wurden neben diversen Mittwochs-, Donnerstags- und Sonntagswanderungen noch folgende Unternehmungen und Gebirgstouren durchgeführt:

Von Januar bis April wurden 6 Skitouren in den Bayerischen Voralpen, in Österreich und in Italien unternommen (Mieminger Gruppe/Estergebirge, Axamer Lizum, Berchtesgadener Alpen, im Ultental und in Sellrain). Der Abschluss der Skitouren fand diesmal im Monte-Rosa-Gebiet statt.

Im April, Mai und Juni wurden 4 Kletterunternehmungen in der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz (Walberla, Zehnerstein/Hartelstein, Hoher Fels/Lichtenegg), 5 Tage Klettersteige in Südtirol, die Sternwanderung zur Hohen Zant, die Högenwanderung, 3 Tage auf dem Steigerwalder Panoramaweg und eine Busfahrt mit unseren Wanderfreunden aus Bad Windsheim zur Wilhelma in Stuttgart durchgeführt.
Außerdem fanden Bergtouren und leichte Klettersteige im Werdenfelser Land – Garmisch Partenkirchen (4 Tage), ein Wanderwochenende in den Bayerischen Voralpen, eine Bergwanderwoche im Val di Fassa (Dolomiten), 12 Tage Via Alta Nr. 2 (Höhenweg im „“Parco Nazionale Gran Paradiso“ Valle d’Aosta von Courmayeur nach Donnas/Pont-Saint-Martin), eine Bergtour in den Kitzbüheler Alpen, eine Fahrradtour von Fischbach nach Lauf und wieder zurück und ein Kletterwochenende im Wilden Kaiser statt.
Außerdem wurden durchgeführt: Die Sonnwendfeier im Sektionslokal, eine Weinfahrt nach Obereisenheim an der Mainschleife und die Edelweißfeier im Mövenpick Airport Restaurant am Flughafen.

Robert Wesler wünschte sich, dass sich auch im Jahr 2017 wieder so viele Organisatoren für Bergtouren und Wanderungen melden und bedankte sich schon mal im voraus herzlich.

Dann gab Wanderwart Eberhard Schmettke seinen Bericht.
Er teilte mit, dass 22 Heimatwanderungen stattfanden, an denen durchschnittlich 18 Personen pro Wanderung beteiligt waren.
Der eifrigste Wanderer (21) war Eberhard Schmettke.
Fast jeden Dienstag traf sich die Nordic-Walking-Gruppe am Steinbrüchlein zum gemeinsamen Lauftreff. Durchschnittlich waren 7 Mitglieder und 2 Gäste beteiligt. Seit 2014 kamen keine Neuzugänge hinzu.
Wegen vermehrter Krankheitsfälle waren 2016 einige Ausfälle zu verzeichnen.

Aus Gesundheitsgründen kann Eberhard Schmettke keine neuen Kurse mehr anbieten; der Lauftreff besteht weiter nach Absprache.
Er bedankte sich bei allen Wanderführern für die Ausrichtung der Wanderungen und bei allen Wanderern für die Teilnahme und wünschte allen ein weiteres unfallfreies Wanderjahr.

In seinem Bericht gab Bücherwart Klaus Schroll an, dass die durchschnittliche Teilnehmerzahl an den Vereinsabenden bei 8 Personen lag.
Zu den Vorträgen in St. Bonifaz kamen durchschnittlich 26 Personen, im Vorjahr waren es noch 33.

Karten und Führer wurden insgesamt 3-mal ausgeliehen.
40 Kalender und 3 Jahrbücher wurden bestellt und auch verkauft.

Anschließend gab er den Jahresbericht über die Senioren-Wandergruppe.

12 Senioren-Wanderungen (Organisation Klaus Schroll) wurden an jedem ersten Donnerstag im Monat durchgeführt.
Teilgenommen haben insgesamt 294 Personen, das bedeutet einen Durchschnitt von 25 Personen pro Wanderung.
Die eifrigsten Wanderer (10) waren Hildegard Hafenecker, Elfriede Bräunlein, Irene Luber und Marlene Stubenvoll, (11) Rosi Wittmann, (12) Klaus Schroll.

Die Mittwochssenioren unter Leo Heumann trafen sich einmal im Monat.
Er teilte mit, dass an den 12 Treffen insgesamt 208 Teilnehmer beteiligt waren (pro Monat 17 Teilnehmer).

Für die Gruppe Bad Windsheim berichtete Fritz Hausmann, dass an der Hauptversammlung mit Neuwahlen am 27.01.2017 15 Mitglieder und als Gast ein Vertreter der Presse der Windsheimer Zeitung anwesend waren. Letzterer schrieb einen Artikel über die Vereinsaktivitäten, der im Lokalteil der Windsheimer Zeitung erschien.

Als kleinen Rückblick über die Aktivitäten im Jahr 2016 teilte er mit, dass 8 Vorstandssitzungen, davon 4 mit den Sektionsfreunden aus Nürnberg stattfanden.

Es gab 22 Halbtagswanderungen, 2 Ganztagswanderungen, 1 Wanderwochenende im Allgäu, außerdem im Mai eine Busfahrt nach Stuttgart in die „Wilhelma“.

Im November nahm eine Abordnung auch an der Edelweißfeier in Nürnberg teil.

Weitere Veranstaltungen waren noch die Sonnwendfeier, 2 Stärzelturniere und die Weinfahrt nach Obereisenheim mit unseren Sektionsfreunden aus Nürnberg.

2017 standen auch Neuwahlen bei der Ortsgruppe Bad Windsheim an.
Helmut Hofmann trat von seinem Amt als 2. Vorsitzender zurück und stellte sich als neuer alter Wanderwart zur Wahl.
Er wurde einstimmig wieder gewählt.
Die Vorstandschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:

1, Vorsitzender: Friedrich Hausmann
2. Kassiererin Anni Schmidt
3. Schriftführerin Elfriede Schmidt
4. Wanderwart Helmut Hofmann
5. Gerätewart Heinz Schmidt

Der Posten des 2. Vorsitzenden wurde nicht besetzt, da sich kein Kandidat zur Verfügung stellte.

Wie Fritz Hausmann noch mitteilte, gibt es auf den Eintritt in die Therme in Bad Windsheim keine Ermäßigung mehr (bisher 1,-- EURO).

Abschließend bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit mit den Nürnberger Wanderfreunden und wünschte ein gutes, unfallfreies Bergjahr.

Sämtliche Berichte wurden von der Versammlung mit Interesse aufgenommen.
Einwendungen wurden nicht erhoben.

Schatzmeister Jochen Wittmann gab die aktuellen Mitgliederzahlen bekannt.
Von den 714 Mitgliedern gehören 392 zu Nürnberg und 322 zur Ortsgruppe Bad Windsheim.
Die Sektion hatte im vergangenen Jahr 28 Neuzugänge, 36 Kündigungen und 6 Löschungen. 6 Mitglieder sind leider verstorben.

Anschließend verlas Schatzmeister Jochen Wittmann den Kassenbericht für 2016, der keine Diskussionen ergab.

Da die Kassenprüfung vor einem Jahr aus beruflichen Gründen von Jochen nicht mehr zustande kam, wurde sie nun nachgeholt und der Mitgliederversammlung vorgelegt.
Da beide Kassenprüfer an der Hauptversammlung verhindert waren, verlas Robert Wesler den von Kassenprüfer Mathias Dimmling verfassten Text, dass sich die Kasse 2015 in einem einwandfreien Zustand befand und sämtliche Belege vorhanden waren.
Er beantragte die Entlastung des Schatzmeisters für 2015, die einstimmig angenommen wurde.

Weiterhin teilte Mathias Dimmling schriftlich mit, dass sich auch die Kasse 2016 in einem einwandfreien Zustand befand und keine Beanstandungen ergab. Er beantragte deshalb, die gesamte Vorstandschaft für das vergangene Geschäftsjahr zu entlasten.
Auf diesen Vorschlag hin erfolgte einstimmige Entlastung des Gesamtvorstands.

Zu dem von Jochen Wittmann vorgetragenen Kostenvoranschlag für das Jahr 2017 gab es keine Fragen; er wurde einstimmig angenommen.
Zum Punkt „Verschiedenes“ lag folgender Antrag von Jochen Wittmann vom 23.01.2017 vor:

„Da momentan nicht ersichtlich ist, dass die Sektion den Vorstand im Jahr 2018 besetzen kann,
wird die aktuelle Vorstandschaft damit beauftragt,

1. die Auflösung der Sektion vorzubereiten, um in der Mitgliederversammlung
2018 darüber final abstimmen zu können.

2. Wenn 1. abgelehnt wird, die Verschmelzung mit einer anderen Sektion des
DAV vorzubereiten, um in der Mitgliederversammlung 2018 darüber final
abstimmen zu können.

Die Beschlüsse zu diesem Antrag sind nichtig, wenn sich in der Mitgliederversammlung 2018 eine neue Vorstandschaft findet.“

Wie bereits bei der Hauptversammlung 2016 mitgeteilt wurde und was auch dem Protokoll in den Mitteilungen für das 2. Quartal 2016 zu entnehmen war, legen an der Hauptversammlung 2018 (Neuwahlen)


1. Vorsitzender Peter Wittmann
2. Schriftführerin Rosi Wittmann
3. Kassier Jochen Wittmann und
4. Wanderwart Eberhard Schmettke

ihre Ämter nieder.

Robert Wesler würde seine Ämter als 2. Vorsitzender und Naturschutzreferent weiter ausüben, wenn sich ein 1. Vorsitzender bzw. eine neue Vorstandschaft findet.

Reinhard Müller meldete sich zu Wort und fragte, ob es möglich ist, vor der Hauptversammlung 2018 noch eine außerordentliche Hauptversammlung – etwa im Herbst - einzuberufen, denn auf Grund der Wichtigkeit der Entscheidung und nachdem heute nur wenige Mitglieder vertreten sind, muss man jedem Sektionsmitglied in Erinnerung rufen, dass es um das Überleben der Sektion geht.

Wer an einem der Ämter Interesse hat, wird gebeten, sich zu melden.
Von der Auflösung der Sektion sollte vorerst abgesehen werden.

Die Mitglieder wurden daraufhin aufgefordert, über Nr. 1 des Antrags abzustimmen.
Die Auflösung der Sektion wurde einstimmig abgelehnt.

Bei Ablehnung von Nr. 1 wird die Vorstandschaft beauftragt, die Verschmelzung mit einer anderen Sektion vorzubereiten, um an einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst final abstimmen zu können (Nr. 2 des Antrags).
Der Beschluss ist nichtig, wenn sich in der Mitgliederversammlung 2018 eine neue Vorstandschaft findet.

Bei einer Enthaltung wurde Punkt 2 von der Versammlung angenommen.


In eigener Sache wies Jochen Wittmann noch auf seine Schneeschuhtour zum Jägerkamp vom 11. – 12. März 2017, bei der noch viele Plätze frei sind, und auf Erste-Hilfe-Kurse, die von ihm gehalten werden, hin.


Abschließend wünschte Peter Wittmann noch für das laufende Jahr, dass alle ohne Verletzungen von ihren Unternehmungen zurückkehren mögen und einen guten Nachhauseweg.


Außerordentliche Mitgliederversammlung am 29. Sept. 2017 siehe Protokoll